Über BubS

Kollage aus vielen kleinen Fotos der Mitarbeiter der BuBS, zusammengesetzt in Form des Buchstabens 'B'
Kollage aus vielen kleinen Fotos, die die Vielfalt der BuBS-Mitarbeiter repräsentieren.
Kollage aus vielen kleinen Fotos der Mitarbeiter der BuBS, zusammengesetzt in Form des Buchstabens 'B'
Kollage aus vielen kleinen Fotos, die die Vielfalt der BuBS-Mitarbeiter repräsentieren.

Wer wir sind

Wir sind eine zentrale unabhängige Stelle, die Beschwerden von Geflüchteten, Mitarbeitenden von Unterkünften oder Personen aus der Geflüchtetenhilfe aufnimmt, um sie an die zuständige Berliner Behörde weiterzuleiten.

Die Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung (SenASGIVA) hat die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. mit dem Betrieb der Beschwerdestelle beauftragt. Die Hilfsorganisation Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. ist in den unterschiedlichsten sozialen Bereichen aktiv. Auch wenn die BuBS von der Senatsverwaltung (SenASGIVA) finanziert wird, ist sie als Institution von ihr unabhängig. Von allen anderen Behörden und von den Betreibern von Unterkünften ist die BuBS ebenfalls unabhängig.

Unser Team zeichnet sich durch seine große Diversität aus: Wir kommen aus 15 unterschiedlichen Herkunftsländern und sprechen 16 Sprachen. Viele unserer Mitarbeitenden haben selbst einen Fluchthintergrund. Diese Diversität hilft uns, mit kultureller Sensibilität alle Seiten besser zu verstehen.

Unsere Ziele:

  • Die Verbesserung der Situation von Geflüchteten in Berlin
  • Gemeinsam mit Geflüchteten, Behörden und Unterkunftsbetreibern bestmögliche Lösungen finden
  • Stärkere Flüchtlingsorientierung der Prozesse in den Berliner Behörden
  • Geflüchtete über ihre Rechte aufklären
  • Unterkunftsbetreiber beim Qualitätsmanagement unterstützen

Das Team

Diversität wird bei uns großgeschrieben und dies spiegelt sich in unserem Team wieder. Circa 30 Kolleg:innen aus 15 Herkunftsländern arbeiten in verschiedenen Teams daran, geflüchtete Menschen in Berlin zu unterstützen. Einige von uns teilen die Fluchterfahrungen vieler Menschen, die sich an uns wenden.

Unser Team besteht aus dem Leitungsteam, einem Referenten, dem Verwaltungsteam, den Beschwerdelots:innen, den Sozialarbeiter:innen und den Netzwerkkoordinator:innen.

Aktuell werden bei uns die folgenden Sprachen gesprochen: Arabisch, Aserbaidschanisch, Dari, Deutsch, Englisch, Farsi, Französisch, Kurdisch, Maninka, Paschto, Georgisch, Vietnamesisch, Russisch, Tigrinya, Türkisch und Ukrainisch. Gebärdendolmetscher:innen und Dolmetscher:innen für weitere Sprachen können bei Bedarf organisiert werden.

Leitung

Ein professionelles Porträt der Leiterin der Berliner unabhängige Beschwerdestelle (BuBS)
Ein professionelles Porträt der Stellvertretende Leitung der Berliner unabhängige Beschwerdestelle (BuBS)
Ein professionelles Porträt der Referent der Berliner unabhängige Beschwerdestelle (BuBS)
Das Team der Beschwerdestelle steht vor der Eingangstür des Beschwerdestelle in Donaustraße-Neukölln

Woher kommt die Idee:
Pilotprojekt

Die Idee entstand aus einer sehr besonderen Geschichte:
Alles begann im Jahr 2017 mit einer Gruppe von 40 engagierten geflüchteten Frauen aus Pankow und mündete in der Berliner unabhängigen Beschwerdestelle. Diese Frauen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft wurden eine „Monitoring Group“. Sie setzten sich dafür ein, nach außen zu tragen, was hinter den Türen der Berliner Gemeinschaftsunterkünften geschieht. Ihr Ziel war dabei, den Menschen, die sonst unbemerkt blieben, eine Stimme zu verleihen und Gehör zu schenken.

Gemeinsam mit dem Integrationsbüro Pankow entwickelte die Monitoring Group das Konzept für ein Modellprojekt für ein unabhängiges Beschwerdesystem mit vier wesentlichen Merkmalen: unabhängig, niedrigschwellig, mehrsprachig und proaktiv. Ein Pilotprojekt wurde von der Senatsverwaltung (SenASGIVA) ins Leben gerufen, um die Lebensbedingungen in Flüchtlingsunterkünften in Berlin zu verbessern. Dabei halfen ehemalige Geflüchtete den Bewohner:innen der Gemeinschaftsunterkünften ihre Anliegen anzusprechen und Probleme zu lösen. Das Projekt war erfolgreich und führte zur offiziellen Ausschreibung der „Berliner unabhängigen Beschwerdestelle – BuBS“, welche die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. gewann. Heute nimmt die BuBS tausende Beschwerden aus ganz Berlin auf, arbeitet in eigens ins Leben gerufenen Gremien mit Behörden, der Senatsverwaltung (SenASGIVA) und Initiativen der Geflüchtetenhilfe an dauerhaften Lösungen und steht seit dem 25.09.2021 fest verankert im Berliner Landesgesetz.

Berichte und Info­materialien

Jahresberichte

Jahresberichte der Berliner unabhängigen Beschwerdestelle (BuBS)

Poster

BuBS Poster im Format A2 X4 Druck

Flyer

Fachbeirat

Die Berliner Senatsverwaltung (SenASGIVA) schätzt es, wenn Geflüchtete oder andere Personen Beschwerden über bestehende Mängel einreichen. Durch die Beschwerden kann die Qualität der Verwaltungsleistungen stetig verbessert werden. Die BuBS erfasst eingegangene Beschwerden in einer Datenbank und präsentiert sie (als anonymisierte Statistiken) regelmäßig dem Fachbeirat zur Diskussion. Das Ziel ist es, strukturelle Probleme aufzudecken und notwendige Verbesserungen zu bewirken. Diese Verbesserungen können zum Beispiel durch Anpassungen auf politischer oder behördlicher Ebene erreicht werden.

Der Fachbeirat trifft sich alle drei Monate und besteht aus:

  • Vorsitz: Staatssekretärin für Integration und Soziales
  • Vertreter:innen aus verschiedenen Berliner Behörden auf Landes- und Bezirksebene
  • Vertreter:innen des Flüchtlingsrates
  • Geflüchtetenvertreter:innen
  • Organisation und Moderation: Mitarbeitende der BuBS

Träger: Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Die bundesweite Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. ist eine der größten Hilfsorganisationen in Deutschland und leistet in der Tradition des evangelischen Johanniterordens ihren Dienst am Menschen. Zu den Aufgaben der Johanniter zählen unter anderem Rettungs- und Sanitätsdienst, Bevölkerungsschutz sowie Erste-Hilfe-Ausbildung. Hinzu kommen die Betreuung und Pflege von alten und kranken Menschen, Hausnotruf, Förderung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen, Hospizarbeit, Flüchtlingshilfe und Integration, Wohnungslosenhilfe sowie andere Hilfeleistungen im karitativen Bereich.

Weitere Infos finden Sie hier.