Über BubS

Wir kommen aus 15 unterschiedlichen Herkunftsländern und sprechen über 15 Sprachen.

Wer wir sind

Wir sind eine zentrale unabhängige Stelle, die Beschwerden von Geflüchteten, Mitarbeitenden von Unterkünften oderPersonen aus der Geflüchtetenhilfe aufnimmt, um sie an die zuständige Berliner Behörde weiterzuleiten.

Die Berliner Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales (SenIAS) hat die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. mit dem Betrieb der Beschwerdestelle beauftragt. Die Hilfsorganisation Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. ist in den unterschiedlichsten sozialen Bereichen aktiv. Auch wenn die BuBS von der Senatsverwaltung für Integration finanziert wird, ist sie als Institution von ihr unabhängig. Von allen anderen Behörden und von den Betreibern von Unterkünften ist die BuBS ebenfalls unabhängig.

Unser Team zeichnet sich durch seine große Diversität aus: Wir kommen aus 15 unterschiedlichen Herkunftsländern und sprechen über 15 Sprachen. Viele unserer Mitarbeitenden haben selbst einen Fluchthintergrund. Diese Diversität hilft uns, mit kultureller Sensibilität alle Seiten besser zu verstehen.

Unsere Ziele:

  • die Verbesserung der Situation von Geflüchteten in Berlin
  • gemeinsam mit Geflüchteten, Behörden und Unterkunftsbetreibern bestmögliche Lösungen finden
  • stärkere Flüchtlingsorientierung der Prozesse in den Berliner Behörden
  • Geflüchtete über ihre Rechte aufklären
  • Unterkunftsbetreiber beim Qualitätsmanagement unterstützen

Das Team

Diversität wird bei uns großgeschrieben und dies spiegelt sich in unserem Team wieder. Kolleg:innen aus mehr als 15 Herkunftsländern arbeiten in verschiedenen Teams daran, geflüchtete Menschen in Berlin zu unterstützen. Einige von uns teilen die Fluchterfahrungen vieler Menschen, die sich an uns wenden.

Unser Team besteht aus ca. 30 Mitarbeitenden: dem Leitungsteam, einem Referenten, dem Verwaltungsteam, den Beschwerdelots:innen, den Sozialarbeiter:innen und den Netzwerkkoordinator:innen.

Aktuell werden bei uns die folgenden Sprachen gesprochen: Arabisch, Dari, Deutsch, Englisch, Farsi, Französisch, Kurdisch, Paschto, Russisch, Tigrinya, Türkisch, Ukrainisch und Vietnamesisch. Gebärdendolmetscher:innen und Dolmetscher:innen für weitere Sprachen können bei Bedarf organisiert werden.

Leitung

Das Team

Woher kommt die Idee: Pilotprojekt

Die Idee entstand aus einer außergewöhnlichen Geschichte von Empowerment:„Alles begann im Jahr 2017 mit einer Gruppe von 40 engagierten geflüchteten Frauen aus Pankow und mündete in der Berliner unabhängigen Beschwerdestelle. Diese Frauen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft wurden eine „Monitoring Group“. Sie setzten sich dafür ein, nach außen zu tragen, was hinter den Türen der Berliner Gemeinschaftsunterkünfte geschieht. Ihr Ziel war dabei, den Menschen, die sonst unbemerkt blieben, eine Stimme zu verleihen und Gehör zu schenken.

Gemeinsam mit dem Integrationsbüro Pankow entwickelte die Monitoring Group das Konzept für ein Modellprojekt für ein unabhängiges Beschwerdesystem mit vier wesentlichen Merkmalen: unabhängig, niedrigschwellig, mehrsprachig und proaktiv. Die Landesregierung wollte ihrem Auftrag nachkommen, die Lebensbedingungen in allen Berliner Flüchtlingsunterkünften zu verbessern. Sie erkannte das Potenzial schnell. Ein Pilotprojekt entstand. Ehemals selbst Geflüchtete gingen in die Gemeinschaftsunterkünfte und die Bewohner:innen zeigten sich interessiert, dankbar für die Möglichkeit, endlich die Dinge ansprechen zu können, die sie belasteten und die keiner zu sehen schien. Ein voller Erfolg zeichnete sich ab und das Projekt „Berliner unabhängige Beschwerdestelle – BuBS“ wurde offiziell ausgeschrieben. Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. bewarb sich und gewann die Ausschreibung. Heute nimmt die BuBS tausende Beschwerden aus ganz Berlin auf, arbeitet in eigens ins Leben gerufenen Gremien mit Behörden, der Landesregierung und Hilfsorganisationen an dauerhaften Lösungens und steht seit dem 25.09.2021 fest verankert im Berliner Landesgesetz.“

Berichte und Infomaterialien

Jahresabschlussbericht

Abschlussbericht der Berliner unabhängigen Beschwerdestelle (BuBS) für das Jahr 2021

Flyer

BuBS Flyer X4 Druck.

Poster

BuBS Poster im Format A2.

Fachbeirat

Indem Geflüchtete oder andere Personen mit ihrer Beschwerde auf bestehende Mängel hinweisen, können sie einen wichtigen und von der Berliner Landesregierung wertgeschätzten Beitrag dazu leisten, die Qualität der von der Verwaltung erbrachten Leistungen stetig zu verbessern. Die eingehenden Beschwerden werden in einer Datenbank erfasst.

Alle drei Monate trifft sich der Fachbeirat, dessen Vorsitz die die Staatssekretärin für Integration und Soziales innehat. Weitere leitende Vertreter:innen von verschiedenen Berliner Behörden, Vertreter:innen des Flüchtlingsrates, Geflüchtetenvertreter:innen und Mitarbeitende der BuBS gehören dem Gremium an. Bei Bedarf werden Expert:innen oder zuständige Behördenmitarbeiter:innen eingeladen.

Hier stellt die BuBS anonymisierte Beschwerden und Statistiken vor, die der Fachbeirat diskutiert. Das Ziel ist, strukturelle Probleme aufzudecken und somit für die Geflüchteten notwendige Verbesserungen zu bewirken. Diese Verbesserungen können zum Beispiel durch Anpassungen auf politischer oder behördlicher Ebene erreicht werden.

Der Fachbeirat besteht aus:

  • Vorsitz: Staatssekretärin für Integration und Soziales
  • Vertreter:innen aus verschiedenen Berliner Behörden auf Landes- und Bezirksebene
  • Vertreter:innen des Flüchtlingsrates
  • Geflüchtetenvertreter:innen
  • Organisation und Moderation: Mitarbeitende der BuBS

Träger/ Über die Johanniter

Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. ist seit mehr als 70 Jahren in den unterschiedlichsten sozialen und karitativen Bereichen aktiv. Sie steht in der Tradition des evangelischen Johanniterordens, dessen wichtigstes Anliegen seit Jahrhunderten die Hilfe von Mensch zu Mensch ist. Mit derzeit 29.000 hauptamtlich Beschäftigten, mehr als 46.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und 1,2 Millionen Fördermitgliedern ist die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. eine der größten Hilfsorganisationen Europas und zugleich ein großes Unternehmen der Sozialwirtschaft. Die Johanniter engagieren sich in den Bereichen Rettungs- und Sanitätsdienst, Katastrophenschutz, Betreuung und Pflege von älteren und kranken Menschen, Betreuung von geflüchteten Menschen, Fahrdienst für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Hospizarbeit und anderen Hilfeleistungen im karitativen Bereich sowie in der humanitären Hilfe im Ausland, etwa bei Hunger- und Naturkatastrophen.

Weitere Infos finden Sie hier.